Atelier Mondial

Kaspar

Ludwig

Kaspar Ludwig ist Absolvent des Masterstudiengangs für Bildende Kunst an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel. Geboren in 1989 in Nürnberg in einer Künstlerfamilie geboren, zog er als Jugendlicher ins Tessin, wo seine Eltern an einem Theater arbeiteten. Die Requisiten, Kostüme und Bühnenbilder faszinierten ihn mehr als das, was auf der Bühne passierte: "Ich hatte den grössten Spielplatz der Welt, mit unendlichen Möglichkeiten, wo ich meiner Fantasie freien Lauf lassen konnte". Er entdeckte, dass man mit Objekten Geschichten erzählen kann. "In meiner Kunst ging es immer um das Erzählen von Geschichten. Meine Objekte repräsentieren etwas und erzählen eine Geschichte. Ich mag Dinge, die ein wenig deplatziert sind, die nicht in ihrem normalen, realen Kontext stehen."
Kaspar Ludwig zeichnete gerne und modellierte mit Ton. Seine Eltern erkannten früh seine handwerkliche Begabung und schickten ihn zu einem Bildhauerkurs, den ein Freund leitete. Nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit im Tessin, besuchte er die Kunstschule in Varese. Einer seiner Lehrer führte ihn in die Steinbildhauerei ein: "Ich war so angetan von diesem Handwerk, dass ich jeden Samstagmorgen früh in sein Atelier ging, um mit Steinen zu arbeiten. Der Teenager verzichtete sogar darauf, freitags mit Freunden auszugehen, um früh aufstehen zu können. Der Lehrer wurde ein wichtiger Mentor für Kaspar Ludwig in seiner künstlerischen Entwicklung und ist ihm bis heute ein guter Freund.
Nach der Schule zog Kaspar Ludwig in die Toskana. Fasziniert von den Carrara Steinbrüchen und der mühsamen Gewinnung des Marmors beschloss er, eine Lehre als Steinmetz zu machen. "Ich wollte das Handwerk von Grund auf lernen. Heute gibt es mir ein Gefühl der Sicherheit in meiner künstlerischen Arbeit". Später besuchte er eine Kunstakademie und arbeitete in einem Betrieb, der für Künstler und Designer Werke aus Marmor herstellte. Designer herstellte, wo er viel für sein späteres Leben als Künstler lernte: "Ich sah, wie sie einen Auftrag in Angriff nahmen und zu Ende bringen. Das war für mich sehr wichtig, um einen realistischen Eindruck vom Leben als Künstler zu bekommen."
Mit seiner Kunst versucht Kaspar Ludwig, die Perspektive des Betrachters zu verändern. Er arbeitet mit Alltagsgegenständen die jeder kennt. "Ich verändere sie, verschiebe ihre Bedeutung und beeinflusse, wie sie wahrgenommen werden." Diese löst beim Betrachter ein Aufwachen aus. Auf der LISTE Art Fair Basel ist eines seiner Exponate eine Marmorbank die an eine Gartenbank in einer toskanischen Villa erinnert. Auf den ersten Blick wirkt die Bank wie ein einladender Ort zum Ausruhen. Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass die Sitzfläche schief ist. Der Künstler hat die Bank den normalen, erwarteten Komfort genommen, als ob bei der Herstellung ein Fehler gemacht worden wäre. Die Idee für die Bank entstand aus seiner eigenen Erfahrung bei einem Besuch der LISTE im letzten Jahr. Als er mit einem italienischen Freund dort war, hatte er einen einen kurzen Moment der Klaustrophobie auf der Messe, weil sie keine Kunst, sondern nur Menschen sehen konnten und Sie sich nirgends hinsetzen konnten, um ihre Gedanken zu sammeln. "Heute hier zu sein und diese Bank zusammen mit anderen anderen Werken zu zeigen, ist einfach toll", sagt Kaspar Ludwig. "Der Gewinn des Helvetia Kunstpreises ist eine grosse Chance, mich in der Kunstwelt weiterzuentwickeln. Ich freue mich riesig."

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Tokyo

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Cosmos Aoyama South 3F 5-53-67 Jingumae,
Shibuya-ku Tokyo 150-0001
Tel:+81-(0)3-5766-3732 / Fax:+81-(0)3-5766-3742

www.tokyo-ws.org

Weitere Informationen

Zum Künstler

Herkunft: Basel, Schweiz

Atelierprogramm: Tokio, Januar - März 2022

https://kasparludwig.com/