Atelier Mondial

Matthias

Wittmann

Matthias Wittmann bewegt sich schreibend zwischen Fakt und Fiktion. Schreiben ist für ihn ein Montageprozess, bestehend aus Kontrastmontagen, Telescopagen und Schichtungen, ein Experimentieren mit Perspektiven im Durchgang durch Bilder. Die Bilder des Films, der Literatur, der Kunst, der Wissenschaft sind Ausgangspunkt, Nadelöhr, Katalysator und Transformator seiner Gedanken. Was auf dem Planeten ›Akademia‹ keinen Platz oder keine adäquate Form findet, spinnt er gerne an anderen Orten, in anderen Formen weiter. Derzeit ist sein Denken, Schreiben, Wahrnehmen und Imaginieren fest (oder auch weniger fest) im Griff der Oktopoden. Die tentakulären Verstrickungen sollen ein experimentelles Buch zwischen Science und Fiction ergeben.

Wittmann ist Film-, Literatur- und Medienwissenschafter, Kurator und Essayist, Monteur von Zusammenhängen und Ingenieur eines Forschungsfeldes, das er gerne ›Oktopodologie‹ nennt. Bisher erschienen (u.a.): MnemoCine. Die Konstruktion des Gedächtnisses in der Erfahrung des Films. Berlin/Zürich: Diaphanes 2016; Memoryscapes. Filmformen der Erinnerung. Zürich: Diaphanes 2014 (herausgegeben gem. mit Ute Holl).

Herausgeber der deutschen Übersetzung von Jean Louis Schefers enigmatischem Filmpoem Der gewöhnliche Mensch des Kinos, übersetzt von Michaela Ott und Raimund Linden, München: Fink 2013.

Essayistische Ausflüge unternahm er u.a. in das Gebiet der poetischen Ornithologie (»Die Vögel«, in: Frankfurter Rundschau: Poetische Ornithologie, hg. von Teresa Präauer, Heft 1 2017, S. 102-109). 

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Foto: Elisabeth Streit / Übermalung: Sabine Settele
Foto: Elisabeth Streit / Übermalung: Sabine Settele
Paris

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Paris

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18, rue de l'Hôtel de Ville
F- 75004 Paris

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Zum Autor

Herkunft: Basel

Literaturstipendium: Paris, April - Juni 2020